Quelle:
Rieser Nachrichten, 15.07.2003
Oldtimer-Parade beim Dorffest
Karolinger-Schützen
feierten in Hohenaltheim
Hohenaltheim (ben). Die
Karolinger-Schützen veranstalteten am Wochenende das 6. Dorffest seit der
Vereinsgründung im Jahre 1986. Dabei sprach unter anderem
Staatssekretär Georg Schmid (siehe eigenen Bericht), Ehrungen
wurden ausgesprochen und die 1. Hohenaltheimer Oldtimer-Parade fand statt.
Lediglich durch das Feuerwehrfest im Jahre 1999 und die Fahnenweihe der
Karolinger-Schützen 2001 war der zweijährige Dorffest-Rhythmus unterbrochen
worden. 1986 hatte Herbert Stanke den Verein wiederbegründet. 1992 wurde das
Gemeindehaus gebaut, in dessen Kellergeschoss das Schützenheim seinen Platz
fand.
Ehrungen verdienter Mitglieder
Nach dem politischen Abend der CSU fanden am Samstag in der Festhalle Ehrungen
verdienter Vereinsmitglieder statt, Dabei bekam Christine Csacsko die
Gau-Ehrennadel in Bronze und vom Verein einen Erinnerungsteller und Blumen für
ihre vierjährige Tätigkeit als 1. Schützenmeisterin. Die Bezirks-Ehrennadel
wurde an Willi Laun überreicht, er war 15 Jahre lang 2. Schützenmeister der
„Karolinger“. Heinrich Schneider wurde für seine Mitarbeit im Vereins-Ausschuss
mit dem Gau-Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet. Mit Musik ging die Nacht zu
Ende.
Alte Traktoren ausgestellt
Der Sonntag begann mit einem Frühschoppen in der Festhalle, dem sich die 1.
Hohenaltheimer Oldtimer-Schau auf dem Festplatz anschloss. Dabei wurden
restaurierte Traktoren wie auch Fahrzeuge im Originalzustand gezeigt.
Auch Landtagsabgeordneter Johannes Stasser weilte
zum Hohenaltheimer Fest im Ries. Nachmittags hatten die Gäste die Möglichkeit
einen Gruß aus Hohenaltheim mit einem Luftballon über das Ries in die Ferne zu
schicken.
Zum Festausklang wurde ein "Ausverkauf, aller verbliebenen
Speisen und Getränke durchgeführt.

Beim 6. Dorffest der Karolinger-Schützen war auch die 1. Hohenaltheimer
Oldtimer-Parade auf dem
Festplatz beim neuen Feuerwehr-Haus zu sehen.
Bild: ]im Benninger

In der ersten Reihe von links: Alois Stadler, Friedrich Weng, Jörg Kilian,
Harald Beck, Georg Schmid,
Willi Amerdinger und Dr. Wulf-Dietrich Kavasch beim
Empfang anlässlich des Dorffestes in Hohenaltheim.
Bild: Jim Benninger
"Ein Ruck durch Deutschland"
Staatssekretär Schmid sprach beim Hohenaltheimer Dorffest
Hobenaltheim (ben). Innerhalb des
Dorffestes gab es am Freitag einen politischen Abend mit Staatssekretär
Georg Schmid in der Festhalle. Dabei lobte der CSU-Politiker, das in
unseren Breiten Erreichte und stellte andererseits der Bundesregierung
ein schlechtes Zeugnis aus.
Bürgermeister Willi Amerdinger, CSU Ortsvereinsvorsitzender Wulf-Dietrich
Kavasch und Ehrengäste empfingen den Politiker, der erst vor Wochen zur
Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Altbürgermeister Friedrich Weng in der
Gemeinde weilte, im neuerbauten Feuerwehrhaus. Schmid war trotz des Tages der
offenen Tür in der Münchner Staatskanzlei auf die Minute pünktlich in die kleine
Rieser Gemeinde gekommen.
Schützenmeister Harald Beck begrüßte in der gut
besuchten Festhalle neben weiteren Ehrengästen auch Bezirkstagskandidat Alois
Stadler, Max Georg Freiherr von Eltz-Rübenach, Kreisräte, Bürgermeister,
Gemeinderäte und Vereinsvorstände. Bürgermeister Willi Amerdinger dankte den am
heimatlichen Vereinsleben beteiligten Bewohnern, da sie wichtiges "Miteinander"
vorleben. Nach seinen Worten arbeiten in Deutschland 12 Millionen Leute in
Vereinen. Mit dem Staatssekretär eröffnete er das Dorffest durch den
Bieranstich.
Der Hauptredner des Abends ehrte zunächst, den
13-jährigen Jan Husel aus Niederaltheim, der die deutsche Meisterschaft über
fünf Kilometer im Freistilschwimmen gewonnen hatte. Der CSU-Politiker stellte
dann die Errungenschaften unserer Heimat in den Vordergrund. "Vor 40 Jahren gab
es in den Dörfern außer Kirchen und Schulen noch wenig gemeinsam erreichtes. Da
ist mit Bau- und Gewerbegebieten, Feuerwehrhäusern, Sportplätzen und
Vereinsheimen jede Menge geschaffen worden," so Schmid. Viele Menschen seien
mittlerweile wieder in der Dorfarbeit eingebunden, 72 Millionen Stunden
ehrenamtlicher Arbeit werden jedes Jahr in Bayern verrichtet, erklärte der
Staatssekretär.
Danach lobte er auch die Vorzüge Bayerns, da es
sich in den letzten Jahrzehnten von einem Agrar-Staat am Ende Deutschlands zu
dessen Führungsstaat entwickelt hat: "Die höchste Investitionsquote und nach
Baden Württemberg die niedrigsten Arbeitslosenzahlen. Die meisten Selbständigen
und Patentanmeldungen sowie das beste Bildungssystem und die beste
Ausbildungsstellenbilanz habe der Freistaat, so der Donauwörther.
Ein Schutz für die Schwächsten
Nach Schmid gelte es auch, die sozialen Sicherheitssysteme kostengünstig
umzubauen. Das Solidarsystem müsse aber zum Schutz der Schwächsten beibehalten
werden. Neben weiteren Themen wie der Sicherheit im Land sprach er auch die
Landwirtschaft an: „Verbraucherschutzministerin Künast hat von vielen
Agrar-Dingen keine Ahnung, Landwirtschaft ist in Berlin nur noch ein Anhängsel“.
Es kann nicht sein, das für immer bessere Milch-Qualität, deren Preis stetig
sinke."
Deutschland ist von einer führenden Nation ans
Ende vieler Wachstumstabellen gerutscht, bemängelte Schmid. Es muss wieder ein
„Ruck durchs Land gehen“, ansonsten ändere sich nach seiner Meinung in naher
Zukunft nicht viel.